Beim Weißen ist das ganz einfach:
ernten, keltern, gären lassen - und schon wird aus Traubensaft Wein.
Rotwein herstellen ist ein bisschen komplizierter. Denn das Rote beim Rotwein sitzt fast immer in den Beerenhäuten. Und es kommt da erst raus, wenn es mit Alkohol gelöst wird. Für die Praxis heißt das: Rote Trauben kann man nicht einfach abpressen und dann den Saft vergären (so würde nur ein goldgelber Weißwein draus), man muss sie abbeeren, mahlen und das grobe Mus, die Maische, komplett gären lassen.
Maischegärung heißt das Verfahren. In der Regel bleibt die Maische in offenen Behältern stehen, wobei der „Hut“, also die oben aufschwimmenden festen Teile, immer wieder untergemischt werden. Das kann Tage (2-3 bei Alltagsweinen), aber auch Wochen gehen. Vorteil: Die Weine werden in Farbe und Aroma immer intensiver.
Die Maischegärung ist sicherlich das einfachste und älteste Verfahren. Im Grunde haben schon die Römer so gearbeitet.